nachts wird es im great indian desert so kalt, dass die lidl-prosecco-doesn aus muenchen die ideale trinktemperatur haben. in 5 schichten gehuellt sitzen wir ums feuer und warten, dass es endlich mitternacht wird und wir endlich auf s's geburtstag anstossen koennen. muenchner sind da sehr genau. in der zwischenzeit singt man spider murphz gang, ich kann bloss die otto-waalkes-strophen anbieten. "draussen vor der grossen stadt sthet der jugendschutz sich die fuesseplatt. skandal um haensel und graetel". ein paarlustige hollaender und khan, unser fuehrerm der in seinen 21 lebensjahgren geradem al einen umkreis von 40 kilometern auf einem kamel bereist hatm sind laengst im bett. derrik aus enschedem ausgeruestet mit einer stirnlampe und ich, haben holz gesammelt, uns an den dornen die haernde aufgeschnitten, die wunde desinfiziertm ein loch ausgehoben und feuer gemacht. dass esemplare der spezies "tourist" ohne sein zutun feur machen koennen erstaunt khan. das sieht einblinder seinen winzigen braunen augen an. "no go sleepy" sagt er und spricht ein fragezeichen, indem er auf "sleeepy" die stimme zwei drittel einer oktave hinaufzieht. "no problem". wir legen einen dicken , stacheligen ast ins feuer und ich stelle fest, dass ich einem echten brennenden dornbusch gegenuebersitze. jehova sei dank ist er nicht gespraechig.
als das feuer schliesslich aus ist und s genug aufmerksamkeit bekommen hatm ist an schlaf nicht zu denken. ich habe dom mclean's "american pie" album im ohr und greife mit den augen nach den sternen. "stary, stary night..." von 30 grad tagestemperatur hat es auf unter 10 abgekuehlt, meine nase ist verstopft, so dass ich gezwungen bin geraeschvoll durch den mund zuatmen wobei sich meine atemwege langsam miut sand fuellen. mein schaedel brummt, ich friere. von der naechsten sternschnuppe wuensche ich mir es waere ein bisschen waermer, als sie ueber die milchstrasse hinweg durch mein gesichtsfeld zieht und neben dem grossen wagen verglueht.
als die sonne aufgeht, bin ich endlich eingeschlafen. sie steht schnell hoch am himmel und es gibt kamelfuerze und das was man sich hier, 120 kilometer von der pakistanischen grenze unter einem "continentel breakfast" vorstellt.
spaeter sitze ich mit sonnenstich, verkuehlt, verschleimt und hustend in mr. singhs wagen. "helath is good" sagt er und zieht macht mit der stimme ein fragezeichen. ich frage mich warum ich die nacht in der wueste nicht bereue. es wird wohl an den sternen liegen.
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