richtung udaipur geht es mit fat 80 km/h auf glatter, pechschwarz frischgeteerter strasse und mr. singh ist ganz still. er ist grantig.
"very late", ist alles was er sagt, das dafuer drei mal jede halbe stunde. gestern abend haben wir ein gespraech unter maennern gefuehrt. "sit please", sage ich; ich muss mich daran gewoehnen, dass alice und ich die chefs sind hier. "you know", sage ich (es ist wichtig, oft "you know" zu sagen) und pruefe das gewand vom schneider, zu dem er uns gebracht hat mit den fingern. "this make me yery happy, and we buy makes you happy". mr. singh bekommt naemlich prozente wenn wir dort etwas kaufen. "ok", sagt mr. singh. spaetestens jetzt hat er bemerkt, dass das was jetzt kommt kein spass ist.
"you bring us to shop help make local prize, make us happy, then we make you happy". "no problem", sagt mr. singh und sein hals verschwindet unterwuerfig im kragen seiner graubraunen uniformjacke. immer wieder will er uns in geschaefte hineinschleppen. der spiceshop mit den fuenffach ueberhoehtenpreisen von heute nachmittag war einfach einer zu viel. "looki - no buyi, no problem" sagt mr. singh.
"you help us make local prize, we make you happy", sage ich. "no problem" sagt mr. singh, der jetzt wie ein gepruegelter hund aus seiner fahreruniform schaut. scheinbar hat er verstanden. auf pigeon english zu sagen: "hurch amoi her, wannst a tringoed von und wuesst, brauchst uns ned vaoaschn", ist gar nicht so leicht.
"very late", sagt mr. singh 150 kilometer von udaipur. denn abgesehen davon, dass er keine kommission an uns verdienen wird, haben wir uns herausgenommen zu bestimmen, wann und wo am weg wir stehen bleiben. das scheint mr. singhs meinung nach touristen nicht zuzustehen. seit er aufgehoert hat "very late" zu sagen, ist es im wagen angenehm ruhig.
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